Alles Gute, Marc!

Heute offenbart sich mal wieder, dass Preußen in Personalfragen noch weit von der Drittliga-Tauglichkeit entfernt ist.
Jeder weiß, dass Marc Fascher einen äußerst schweren Stand bei wichtigen Entscheidungsträgern im Verein hat(te). Dass er Güvenesik wie jeden anderen Spieler behandelte und ihm keinen Stammplatz mehr garantierte wird Marco de Angelis ganz sicher nicht gefallen haben. Schließlich sind MdA und Güve beste Kumpels. Und dass Thomas Bäumer sich bei jeder Gelegenheit über das mangelnde Offensivspiel beschwert ist ebenfalls längst kein Geheimnis mehr.
Nach dem furiosen Start in die Saison haben einige Wenige die Erwartungen die vor der Saison vorherrschten (in der Liga ankommen / nichts mit dem Abstieg zu tu haben / einstelliger Tabellenplatz) gegen „Warum nicht oben mitspielen?“ getauscht.
Daraus resultiert die Ernüchterung die sie vor der Winterpause einholte. Das Kurisose an der Erwartungshaltung ist, dass die Fans die Situation stets am realistischsten einschätzten und wussten wie die schlechten Spiele im Gesamtbezug auf den Trainer zu gewichten sind. Einzig allein unser Vorstand wusste das nicht, oder soll ich besser sagen: wollte es nicht wissen ?
Dass Fascher vor der Winterpause, besonders im Chemnitz-Spiel, äußerst unglücklich agierte bestreitet niemand. Doch als im Dezember unser, von den Fans liebevoll „Fischkopp“ genannter Coach sogar bei Hansa Rostock als Trainer im Gespräch war, hätten beim Vorstand alle Alarmglocken klingeln müssen. Bei den Fans klingelten sie gewaltig. Als nach dem Gespräch zwischen Verein und Fascher keine Vertragsverlängerung bekannt gegeben wurde war klar, dass es keine Vertragsverlängerung mit MF geben wird.
Und so ist es nun, nach der Verpflichtung von Stephan Küsters als Team-Koordinator, kein Wunder dass Fascher seine logische Konsequenz zieht und für eine Vertragsverlängerung nicht mehr zur Verfügung steht.
Marc Fascher war nie Freund von Herumgeschwafel, Taktieren oder sonstiger Spielchen. Ein offener, für den Vorstand aber zu unbequemer, sympathischer Typ, der mit seiner Art Fußball zu lehren so gut zum SC Preußen passte wie kein anderer. Nur leider passte er nicht ins Trainerprofil, das unserem Vorstand vorschwebt.
Jetzt steht also fest, dass Fascher nicht verlängert. Wer will’s ihm verübeln? Bei solchen Halbprofis im Vorstand hätte ich schon längst das Handtuch geworfen.
Um Fascher braucht man sich wohl nicht sorgen, er wird durch seine Art und seinen Erfolg schnell einen neuen Verein finden und in zwei, drei Jahren zurückblicken und Preußen als „lehrreiche Station“ bezeichnen. Preußen hingegen wird in zwei, drei Jahren zurückblicken und denken: „Hätten wir den Marc mal behalten…“.
Siehe auch:
Echo Münster: Aufstiegstrainer Marc Fascher verlässt die Preußen nach der Saison
WN: Marc Fascher verlässt die Preußen
[Update]
Ein guter Kommentar von Thomas Austermann bei Echo Münster
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Raus damit!

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